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Die Wildbienen

 

Kleines Vorwort

 

Sie werden oft mit Honigbienen oder Fliegen verwechselt.

Die bekannteste Art unter ihnen ist die Hummel, sie gehört zu den wenigen Wildbienenarten,

die sozial leben und Staaten bilden... und soo kuschelig aussehn und nein es sind keine Kuscheltiere!

Die meisten Wildbienen sind Einzelgänger...hört,hört..ich mag sie jetzt schon

 

Die erste Zeit leben sie im Verborgenen, im Larvenstadium, unter der Erde, im Totholz, einem Schneckenhaus

oder in einem gemauerten Harz- oder Mörtelnest. Sie werden mir immer sympathischer!

Später kann man sie leicht auf Blüten oder an den Eingängen ihrer Nester beobachten.

 

Es sind meist die Weibchen, die für ihren Nachwuchs Pollen sammeln.

Im Gegensatz zu den Wespen ernähren sie ihren Nachwuchs vegetarisch. Wow, dass wusste ich noch gar nicht

Sie sind mit die wichtigsten Bestäuber unserer Kulturlandschaft. Das wusste ich

 

Aber nu... jetzt zum Thema und Ernsthaftigkeit zurück..denk ich

 

 

In Deutschland wurden bislang ca. 590 Arten nachgewiesen.

Weltweit sind über 20.000 Bienenarten bekannt.

 

Der Begriff „Wilde Bienen“ wurde erstmals 1791 von dem Naturforscher Johann Ludwig Christ ( er war genauer Pfarrer und Insektenkundler) in seinem Buch ("Naturgeschichte, Klassification und Nomenclatur") über Hautflügler verwendet.

Dabei ging es nicht um die „Wildheit“ der Bienen, sondern dass sie wild und ohne das Zutun des Menschen leben.

 

 

Wilde Bienen sehen sehr unterschiedlich aus und sind vielfältig angepasst.

Sie haben unterschiedliche Eigenschaften/Fähigkeiten entwickelt um ihren Pollen zu sammeln.

 

Manche Weibchen haben (wie die Honigbiene) dicht behaarte Beine, sogenannte Hosen. Soviel zum Thema Haare an den Beinen meine Freunde

 

Andere transportieren den Pollen mit Sammelhaaren an der Unterseite des Hinterleibs,

wiederum andere verschlucken das kostbare Gut und würgen es im Nest wieder hoch. Hmm yummy

 

 

Die meisten Bienen leben für sich allein – solitär

die Anderen sind sozial und bilden Staaten.

 

 

 

 

Fast alle Wildbienenarten werden nur wenige Wochen alt..

In der Regel schlüpfen die Männchen einige Tage vor den Weibchen und warten dann bei den Nistplätzen. Das ja mal gentlemanlike

Nach dem Schlupf erfolgt die Paarung. Das ja mal gar kein Druck

Daraufhin beginnt das Weibchen gleich oder kurze Zeit später mit dem Nestbau.

 

Etwa 90% der Wildbienenarten leben solitär. D.h. das Weibchen macht alles alleine auch ohne Hilfe anderer Weibchen.

 

Aufgrund der kurzen Lebenszeit  lernt die Mutter nie ihren Nachwuchs kennen. Respekt

 

 

Bei der Hummel gründet ein Weibchen einen Staat und arbeitet zunächst wie eine solitäre Biene am Aufbau ihres Nestes. Alle Macht den Weibchen

 

Das Sozialleben beginnt nach dem Schlupf der Brut.

Diese übernehmen dann den Außendienst und versorgen die Larven ,

während die Mutter im Nest bleibt und Eier legt.

Diese Staaten brechen meist, wenn geschlechtsreife Bienchen erscheinen.

 

Die Lebenserwartung der Schmalbiene (Lasioglossum marginatum) liegt bei dem Weibchen, bei bis zu 6 Jahren! Woar

 

 

Solitäre Bienen legen nur wenige Eier.

Sie investieren dafür aber viel Energie in den Nestbau und die Versorgung der Brut.

Als Nest dient ein verschließbarer Hohlraum.

 

Der Nestbau der Wildbienen ist vielfältig.

Sie graben Gänge in den Boden, in Totholz oder Markstängel oder nutzen bestehende Hohlräume, wie Käferfraßeingänge, hohle Pflanzenstängel, Fels- und Mauerspalten, leere Schneckenhäuser oder bauen Nester an Felsen oder Pflanzen.

 

 

Knapp die Hälfte der Wildbienenarten ist bei Blüten auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert und sammelt ihren Pollen ausschließlich bei diesen Pflanzenarten. Einer der Gründe warum Sie aussterben

 

 

Für das Überleben dieser als oligolektisch bezeichneten Arten, sind die Pflanzen essentiell, da diese nicht auf andere Pollen ausweichen können.

 

Oligolektisch  - was ein Wort, welches heißt, sie sind „spezialisiert“ auf eine bestimmte Blütenart,

dies ist der Unterschied zu den Honigbienen, denn diese sind polylektisch angelegt, d.h. sie sammeln diverse Blütenarten.

 

 

 

Und ..nicht alle Wildbienenarten bauen ein Nest.

Etwa ¼ zählt zu den Brutparasiten, den sogenannten Kuckucksbienen und Kuckuckshummeln.

Sie bauen keine eigenen Nester, sie schmuggeln ihre Eier in die Brutzellen anderer Bienenarten.

Kuckuckshummeln leben sozialparasitisch und lassen ihre Brut von Arbeiterinnen einer nahen verwandten Hummel aufziehen.

 

 

Fakten!

 

In Mitteleuropa werden je nach Region/Bundesland ca. 25% - 68% aller Wildbienenarten auf der Roten Liste geführt.

 

Die meisten Arten sind vor allem durch massive Lebensraumverluste und Landwirtschaft bedroht!

Es gibt inzwischen kaum noch Blütenangebote und Nistplätze.

Überdüngung und vor allem Spritzmitteleinsätze machen es nicht besser, ganz zu Schweigen vom Klimawandel!

 

Die verschiedenen Wildbienenarten sind für den Menschen von großer Bedeutung, denn sie sind mit die wichtigsten Bestäuber!

 

 

 

 

88% aller Wildpflanzen sind drauf angewiesen

70% der Nutzpflanzen

35% der globalen Nahrungsmittelproduktion!

 

 

 

 

 

Quellen: Bienen Journal, Wildbienen Fachliteratur

 

 

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